Memminger Triathleten  bei DATEV-Challenge in Roth 2016

Am vergangenen Sonntag fand in Roth der weltgrößte Langdistanz Triathlon statt. Vom TV Memmingen mit dabei waren auch Michael Keppeler und Harald Dreher. Für Michael fiel der Startschuss um 6:35 Uhr zusammen mit 200 weiteren Athleten aus der 2. Startwelle. Nach gut einer Stunde stieg der Athlet, der seinen ersten Lang- distanz-Triathlon bestritt aus dem 20 Grad warmen Wasser des Main-Donau-Kanals. Anschließend ging es auf die in zwei Runden aufgeteilte Radstrecke über insgesamt 180 km.

Besonders beeindruckt waren die Sportler vom „Solarer Berg“.Auf dem 400 Meter langen Anstieg wurden die Triathleten von über 20.000 Fans angefeuert. „Hier ver- gisst man sogar, dass es berg- auf geht, die Stimmung ist einfach einzigartig“. Nach 4:47 Std erreichte Michael die 2. Wechsel- zone und musste das Fahrrad gegen Laufschuhe tauschen. Bei ca. 25 Grad Außentemperatur ging es für ihn auf den abschließenden Marathon. „Bereits bei Kilometer 15 merkte ich, dass das noch ein sehr langer Lauf werden würde. Doch die vielen Zuschauer an der Strecke geben einem immer wieder neue Motivation“. Nach 9:13:22 Std. Gesamtzeit erreichte Michael das erlösende Ziel in Roth. Im Ergebnis bedeutet das für Ihn den 61. Gesamtplatz von über 2.500 Startern und den 3. Platz in seiner Altersklasse.

Um 6:45 Uhr hieß es für Harald Dreher mit der 4. Startgruppe: „Ab ins Wasser!“ Seine Schwimm- zeit betrug 1:11:59 Std. Anschließend durfte auch er die sensationelle Stimmung auf der Radstrecke genießen. Die erste Runde meisterte er recht gut - jedoch musste er bei der zweiten Runde kämpfen. Nach einer Zeit von 5:52:17 Std. bereitete sich Harald mental auf den bevorstehenden Marathon vor. Die Freude währte nicht lange. Nach wenigen Kilometern bekam er hartnäckige Krämpfe in den Beinen. Jetzt kam auch noch der mentale Kampf, aufzuhören oder weitermachen, hinzu. Nach einem sog. Schongang ging es ihm wieder besser. Trotz der dadurch verlorenen Zeit sammelte er all seine positive Energie und lief ab Kilometer 35 souverän dem Ziel entgegen.

 

Neben den Einzelstartern, wurde auch ein Staffelwettbewerb angeboten für den sich die Staffel „Family Gawens“ mit den Brüdern Moritz und Christoph und ihrem Vater Wolfgang vom TV Memmingen angemeldet hatte. Die Schwimmstrecke absolvierte Moritz in einer herausragenden Zeit von 46:38 Min., die viert schnellste Zeit aller Starter an diesem Tag. Nur zwei andere Staffelschwimmer und der Ausnahmeathlet Jan Frodeno, der später eine neue Weltbestzeit über die Langdistanz aufstellte, waren schneller. Moritz übergab den „Staffelstab“ an seinen Bruder, der die 180km Radfahren in einer Zeit von 5:21 Std. hinter sich brachte. Die letzte Teilstrecke – den Marathon absolvierte Wolfgang, der unbedingt mal mit seinen beiden Söhnen an der Startlinie eines Langdistanztriathlons stehen wollte, in 3:39:40 Std. In der Summe ergab dies im Ziel eine Zeit von 9:49:55 Std, was der Staffel den 95. Platz einbrachte.

 

 

Allen Sportlern die bei diesem Event starteten gebührt meinen allergrößten Respekt und Hochachtung, so Stefan Hämmerle. Er war dieses Jahr als Kampfrichter dabei und konnte die Challenge aus einer anderen Perspektive betrachten. Sehr viele Erfahrungen und Eindrücke konnte er gewinnen. Schwerpunktmäßig war Stefan mit 43 weiteren Kollegen als Kampfrichter auf dem Motorrad auf der Radstrecke tätig. Einhaltung des Windschattenverbots und das ordnungsgemäße Beenden des Überholvorganges waren das Hauptaugenmerk.

 

Bei der Challenge in Roth gibt es ein paar kleine zusätzliche Specials, die in keinem Regelwerk der DTU stehen. So musste der Triathlet bei der Laufdisziplin je einen Kilometer mehr laufen wenn er beim Radfahren entsprechend die blaue Karte bekam. Der fünfminütige Aufenthalt in der Penaltybox musste er allerdings auch absolvieren.

 

Eine Bemerkung eines Triathleten hat Stefan als Kampfrichter sehr beeindruckt: Die Challenge endet nicht mit der Ziellinie, sondern tags drauf mit dem Ticket in der Hand für einen Startplatz fürs nächste Jahr. ;-)

(mk/cg/sth)

 

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