Xterra-France 2015

Der Wahl-Freiburger Martin Schädle aus Memmingen bestätigte seine Leistungsfähigkeit in der Hitzeschlacht der Vogesen beim „Xterra-France“, mit dem Sieg in seiner Altersklasse und Platz 12 gesamt. Damit qualifizierte er sich erneut für die Xterra Weltmeisterschaft auf Maui-Hawaii.

 

Beim Cross-Triathlon waren 1500 Meter zu schwimmen, 38 Kilometer Mountainbiken mit rund 1400 Höhenmeter und ein Geländelauf über 11 Kilometer zu absolvieren. Das international besetzte Feld war gespickt mit Profiathleten wie zum Beispiel den beiden amtierenden Weltmeistern Kathrin Müller (Freiburg) und Ruben Ruzafa (ESP) und Top-Amateuren aus ganz Europa. Die einen kämpften um den Tagessieg, andere um die Französische Meisterschaft und die dritten verfolgten den Wunsch durch einen Sieg in ihrer Altersklasse die Qualifikation zur Xterra-WM auf Maui zu bekommen.

Die zahlreichen Sonnenstunden der vergangenen Tage, hatten den auf 950m gelegenen Bergsee so stark erwärmt, dass kaum ein Athlet auch nur daran dachte, die Neopren-Gummihaut überzustreifen. „Zum ersten Mal in meiner Triathlon-Laufbahn, wollte ich das Wasser nicht verlassen, denn aus Erinnerung vom Vorjahr ahnte ich was uns auf der Mountainbike Strecke erwarten würde: glühende Hitze, Staub, Schweiß und Adrenalin pur“, so der amtierende Altersklassen-Weltmeister Schädle nach dem Rennen.

Bergauf mit konzentriertem Blick 1 Meter vor dem Vorderrad auf der Suche nach den kleinsten Hindernissen auf dem Pfad, ständiges Gewichtverlagern um die Balance wieder herzustellen und auf der Suche nach ausreichend Traktion auf dem Hinterrad – so arbeiteten die Starter sich durch die Vogesen. Wenn der Vorausfahrende kurz zuckte und dabei fast die Balance verlor, rief alles „alé alé alé!“, in der Hoffnung, dass man selbst nicht durch das Missgeschick des Anderen zum Absteigen gezwungen wurde. Die rasanten Downhills waren anspruchsvoll aber schnell fahrbar. Dennoch kam es vor, dass mittelgroße Hindernisse im aufgewirbelten Staub übersehen wurden und so mancher Athlet musste sein Rad erst aus der Botanik befreien, bevor er die Abfahrt fortsetzen konnte.

Schädle war in den ersten beiden Disziplinen fast auf die Sekunde gleich schnell wie im Vorjahr, trotz komplett anderer Witterungsverhältnisse und kämpfte sich in die Top-20 vor. Beim Laufen zeigte er mit der sechst schnellsten Laufzeit aller 700 angekommenen Athleten, dass seine diesjährige Form nochmals stärker sein könnte im Wettstreit um künftige Podien.

 

Nach der Silber-Medaille bei der Triathlon-Europameisterschaft der Amateure in Rimini Ende Mai und nun dem herausragenden Rennen beim Cross-Triathlon, blickt Schädle zuversichtlich der Crosstriathlon-Heim-EM am 19.07. am Schluchsee entgegen. „Die Form ist prima und nach 2 Tagen Ruhe, werde ich mich genau auf dieses Rennen vorbereiten. Das steht fest.“ (ms)

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