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Deutsche Meisterschaft Mitteldistanz Kulmbach

Bereits zum 29. Mal findet der Kulmbacher Triathlon statt und abermals zieht der hochkarätig besetzte Wettkampf zahlreiche Athleten sowie Zuschauer an. Neben den Memmingern Martin Schädle, Kornel Ferenci, Edi Kunz, Andi Wagner, Ronny Raupach und Christian Motz standen Triathleten wie Stefan Schmid (Schongau), der bereits in Kulmbach siegte und eine Vielzahl internationaler Topplatzierungen erreichte und Marcel Wüst, der Etappensiege bei Giro Italia, Tour de France und Vuelta feierte, in der Startaufstellung.

Für die über 400 gespannt wartenden Athleten der Deutschen Meisterschaft Mitteldistanz galt es 2,2Kilometer im Trebgaster See zurück zu legen. Auf dem Rundkurs, der dreimal zu durchschwimmen war, kam es in der ersten Runde zwangsläufig zu intensivem Körperkontakt zwischen den Schwimmern, zumal die Startlinie nur circa 12 Meter breit war. Im Laufe des Rennens streckte sich das ganze Feld in die Länge und laut Martin Schädle, sei es dann auch möglich gewesen den eingebüsten Rückstand vom den turbulenten Start zu reduzieren. Schädle ist als zweiter Memminger aus dem Wasser gestiegen (37:31 Min.) – deutlich schneller war die Schwimmerin Karo Ferenci, die die Memminger Staffel mit Radler Felix Schädle nach 33 Minuten auf die Strecke schickte.

Felix Schädle (Radelte für die Staffel) Felix Schädle (Radelte für die Staffel)

In die 88 Kilometer lange Radstrecke vom See bis nach Kulmbach, war ein Rundkurs von ca 20 km eingebaut, der Zuschauern einen interessanten Rennverlauf bot. Auf der Radstrecke drehte Schädle dann zunehmend an der Temposchraube und zog zielstrebig an der Konkurrenz vorbei. Der 16% steilen Anstieg, den es drei Mal zu durchfahren galt, entzog so manchem Fahrer die Kräfte um die vielen langgezogenen Wellen die darauf folgten schnell zu durchfahren. Hier schienen die Allgäuer Athleten einen klarn Vorteil zu haben und der junge Memminger rauschte mit Freude über eine Kuppe nach der anderen und erzielte die schnellste registrierte Radzeit des Tages (2:12 Stunden) - selbst die Radzeit des Ex-Radprofis Wüst unterbot er um über zwei Minuten!

Martin nach schnellster Radzeit des Tages Martin nach schnellster Radzeit des Tages

Mit einer außerordentlichen Radzeit ist ein Topplatzierung bei einem Wettkampf wie den Deutschen Meisterschaften aber noch lange nicht gesichert und drum wechselte Schädle blitzschnell als Elfter seine Radschuhe gegen die Laufschuhe, sparte sich sogar das Anziehen von Socken und spurtete auf die 20 Kilometer lange Wendepunktstrecke entlang des Weißen-Mains.

Foto von Michael Passing Foto von Michael Passing

Beim Laufen hatte der favorisierte Stefan Schmid aus Schongau ein hohes Tempo angeschlagen (1:12:44), wurde jedoch vom gleichnamigen Konkurrenten aus Rechtberghausen (1:10:53) noch überholt. Schädle, der an den Start ging um eine Top20-Platzierung zu erzielen, peilte nun die Top10 an und lief mit der fünftschnellsten Laufzeit (1:15:43) sogar noch auf Platz 6 vor und darf sich zusätzlich „Deutscher Vizemeister der Altersklasse 25-29“ nennen. Edi Kunz, der vor wenigen Wochen bei den Bayerischen Maratonmeisterschaften weit vorne lag, lief mit 1:17 Stunden ebenfalls ein sehr schnellen Schlusslauf.

Damit noch nicht genug, denn als Team (schnellsten drei Athleten eines Vereins) belegten die Memminger mit Martin Schädle, Dr. Kornel Ferenci (Platz 52) und Edi Kunz (Platz 71) den dritten Platz und die Staffel (Karo Ferenci, Felix Schädle, Gerald Just) belegte gegen reine Männerstaffeln den zweiten Platz!

 

Als Fazit kann man sagen, dass man sich um den leistungsstarken Nachwuchs im Bereich Triathlon in Memmingen wenig gedanken machen muss und dass das ausgeglichen starke Team, trotz enormer Defizite im Schwimmen, konkurrenzfähig ist.

... Ergebnis