Das Abenteuer IRONMAN fing für mich recht früh an. Als am Sonntag um 4 Uhr der Wecker ging, war ich gleich wach und freute mich schon auf den Tag. Schnell ein kleines Frühstück rein, Semmel mit Honig, meine Wettkampfklamotten an und schon ging es los.
Mein Dad hat Ronny und mich um 5 Uhr zum Startgelände gebracht und ich bin gleich in die Wechselzone zu meinem Rad, hab alles vorbereitet, Luft noch mal nachgefüllt, meine
Wechselklamotten in den Lkw und wieder zum Rad und noch mal alles geprüft, - gut passt! Also, den Neo an und mich langsam zum Start begeben. Vorne angekommen ging dann mein Puls schlagartig rauf,
Gänsehautfeeling.
Also runter ins Wasser, ich habe mich gleich in die erste Startreihe eingeordnet und gehofft, dass ich gut wegkomme (ich wollte von Anfang an gleich richtig Gas geben auf den ersten 300-400m) Mein
Plan ging super auf, gleich voll weg und nach ein paar hundert Meter bin ich gut in den Rhythmus gekommen und bin glaube ich gleichmäßig durchge-schwommen. Als ich nach dem schwimmen meine Brille
runter habe und oben auf dem Hügel zur Wechselzone die Zeit gesehen habe, 01:08 Std, dachte ich noch: "geil! 15 min weg", da die erste Startgruppe 15 min vor mir gestartet ist. Ich bin unter 1 Std,
das gab mir ein kleinen Kick. Ich bin dann gleich mit Druck den Berg rauf und habe einen recht guten Wechsel hingelegt.
Neo Runter, Startnummer rum, Brille an, Helm auf und weg. Dann raus aus der Wechselzone und aufs Rad. Ich bin auch gleich in die Radschuhe gekommen, die schon am meinem Rad fest waren. Gut, jetzt 13-15 Km bis Frankfurt ganz flach, nur nicht zu viel Drücken, das lief wie am Schnürchen. Raus aus Frankfurt und gleich die erste Erhöhung rauf „ THE BEAST“, ging super, gleich mit Druck.
Kurz danach kam gleich „ THE HELL“, ging auch gut und so weiter auf der Runde. Nach der ersten Runde so bei Km 95 war ich dann wieder in Frankfurt und dachte mir, geil nur noch eine Runde, sofort kamen Zurufe „ Darren Weiter so!"Es waren meine Eltern und Ronny.
Dann kam der erste Blick auf den Tacho, ich dachte mir nur - ohhh bin ich schnell- , ich habe mich nun gleich zu Beginn der 2. Runde entschieden das Tempo raus zu nehmen, ich habe ja noch viel vor mir. Das lief auch gut so, bin die Berge gut rauf auch zum Schluss der Radstrecke ging es noch super.
Dann ab zum Wechsel, runter vom Rad und ich konnte besser laufen als ich dachte. Gleich mein Beutel gekriegt und schon war unser Doc da und feuerte mich an. Im Zelt hatten wir dann noch ein kurzen Smalltalk, in der Zeit als ich meine Socken und Schuhe anzog, Gels in die Tasche und meine Salz-Tabletten und weg. Kurzer Blick auf die Uhr - 06:04Std. "Geil ich bin noch im Zeitplan" dachte ich mir, unter 10 std das schaffe ich. Ich habe gleich von Anfang an gut laufen können. Die ersten 10 Km haben richtig Spaß gemacht bei den Zuschauern. Als ich bei km 10 auf die Uhr schaute, 52 min, gut, es läuft alles wie geplant, doch mein Körper wollte nicht so wie ich. Bei km 14 ist mir schwindlig und leicht schwarz vor den Augen geworden. Also erst mal kurz gehen bis es wieder geht, nur nicht stehen bleiben. Es ging bis km 29, so dass ich kurz gelaufen bin und dann wieder gehen musste. Als ich in der letzten Runde war ging es dann wieder einigermaßen. Ich habe dann probiert von Verpflegungsstation zu Verpflegungsstation zu laufen ohne zu gehen. Das hat auch bis km 35 ganz gut geklappt und schon wieder schwindelig und schwarz vor den Augen, also erst mal wieder gehen und mich ins Ziel retten. Auf dem letzten Kilometer habe ich mich dann noch mal am Riemen gerissen und bin bis ins Ziel gelaufen.
Nach 11:06:24 Stunden bin ich dann endlich im Ziel gewesen und überglücklich, das ich jetzt ein IRONMAN bin. Der nächste ist jetzt schon wieder in Planung.
Und Danke noch mal an Ronny, der mich super betreut hat .
hier gibt es detaillierte Ergebnisse von Darren (Startnummer 760)