Immenstadt im Allgäu ist nicht nur bekannt für sein Wanderparadies, das Umland mit vielen touristischen Attraktionen und seine schöne Innenstadt, auch Triathleten treffen sich seit 1983 dort, um sich vor dieser Kulisse zu messen. Die Wettkämpfe sind immer sehr gut organisiert, werden von vielen Zuschauern besucht und sie wurden unter anderem schon von den Weltklasse-Athleten wie Thomas Hellriegel, Lothar Leder, Norman Stadler und Faris Al-Sultan gewonnen.
Während Events wie die Weltmeisterschaft und Europameisterschaft ihren Austragungsort von Jahr zu Jahr wechseln, der sogenannte „Allgäu-Classic“ hat hier Tradition! Hierbei gilt es 2 Kilometer im Großen Alpsee zu schwimmen, 80 bergige Kilometer zwischen Immenstadt, Missen und Oberstaufen zu bewältigen und zum Abschluss auf einem vergleichsweise flachen Rundkurs 20 Kilometer zu rennen.
Martin Schädle, der zum ersten Mal über eine so lange Distanz an den Start ging, kam glücklich aber völlig ausgepowert als erster Memminger nach 4:32 Stunden als gesamt 19ter ins Ziel. Eduard Kunz, auch „der Erfahrene“ genannt, folgte nur kurz dahinter und sagte mit einem Lächeln im Gesicht: „Martin, wäre es noch zwei Kilometer länger gegangen, ich hätte dich noch erwischt!“ Kunz, der über eine ausgezeichnete Grundlagenausdauer verfügt, überlief am Ende viele Läufer und sicherte sich mit der sechstschnellsten Laufzeit des Tages den zweiten Platz in seiner Altersklasse. Es folgten Ronny Raupach und Harald Dreher, denen offenbar beim Lauf noch die anspruchsvolle Radstrecke in den Beinen steckte – kein Wunder bei 1200 Höhenmetern.
Auch wenn man als Zuschauer vielen der Athleten den Kampf bis zur Finish-Line ins Gesicht geschrieben sah - die vier Memminger wollen im kommenden Jahr sicher wieder an den Start gehen und sich dann als Team auf dem Podium platzieren.